Archiv für September 2011

Windows Azure SDK 1.5 verfügbar

Montag, 19. September 2011

In den Keynotes von Tag 2 der aktuellen BUILD-Konferenz wurde die Bereitstellung von neun Versionen des Windows Azure SDK, der Windows Azure Tools für Visual Studio und der Service Management API angekündigt. Dabei haben alle drei Komponenten zahlreiche inhaltliche und technische Verbesserungen erfahren.

Das Ziel der Updates ist eine Vereinfachung von Entwicklung, Deployment und Management von Anwendungen auf der Windows Azure Plattform. Die wichtigsten Punkte sind im Folgenden kurz zusammengefasst:

Windows Azure SDK
- Neu strukturierter Emulator für größere Entsprechung von von lokalen und Cloud-Deployments
– Pinzipielle Verbesserungen, zum Beispiel betreffend Performance und Deploymentpaketvalidierung
– Zahlreiche Erweiterungen und Fehlerkorrekturen des Windows Azure SDK 1.4

Windows Azure Tools für Visual Studio
- Hinzufügen eines Windows Azure Deployment Projektes aus einem Web Application Projekt heraus
– Auf Windows Azure laufende Leistungsüberwachungsapplikation, mit der auf einfache Weise Performanceengpässe ermittelt werden können
– Direkte Erstellung von MVC 3 Web Roles
– Mehrere Servicekonfigurationen können in einem Cloudprojekt verwaltet werden
– Verbesserte Validierung von Windows Azure Packages

Windows Azure Service Management API
- Möglichkeit des Rollbacks eines laufenden Konfigurations- oder Service-Upgrades
– Möglichkeit mehrerer Schreiboperationen auf ein laufendes Deployment
– Aussagekräftigerer Status für Rolleninstanzen
– Neue API-Methode zum Ermitteln von Basisinformationen zu einer Subscription

Das Update kann über den Web Platform Installer heruntergeladen werden. Weitere Details zu den einzelnen Punkten finden sich im offiziellen Windows Azure Blog.

Quelle: http://blogs.msdn.com/b/windowsazure/archive/2011/09/15/announcing-windows-azure-sdk-1-5-windows-azure-tools-for-microsoft-visual-studio-2010-and-new-service-management-features.aspx

Integration von SharePoint 2010 und Dynamics CRM 2011

Freitag, 09. September 2011

In zahlreichen Unternehmen existieren SharePoint Server 2010 und Dynamics CRM 2011 bzw. Online als parallel betriebene Systeme. Um die Transparenz zwischen beiden Systemen zu fördern und Inkonsistenzen zu vermeiden, ist eine Datenintegration zur bidirektionalen Synchronisation sehr empfehlenswert. Auch die steht die Motivation, durch SharePoint-Integration CRM-Lizenzen zu sparen, häufig im Vordergrund.

Grundsätzlich können fünf Integrationsmöglichkeiten unterschieden werden.

Customer Sites (SharePoint Plugin for Dynamics CRM) ist ein eigens von ProTechnology entwickeltes Plugin. Dieses Plugin legt bedarfsgesteuert oder automatisiert eineindeutige Kunden-/Projekt-Dokumentenbibliotheken im SharePoint an. Die SharePoint-URL besteht dabei aus vorher bestimmte CRM-Eigenschaften, wie beispielsweise Kundennummer und Kundenname. Initiiert wird das Ganze aus der entsprechenden Entität im Dynamics CRM 2011. Ein Iframe im CRM-Datensatz ermöglicht zudem die Sicht in die SharePoint-Kundenbibliothek. Nach der Integration können Dokumente plattformübergreifend bereitgestellt und bearbeitet werden. Zudem wird über die CRM-Suchmaske auch die SharePoint-Suche via „Embedded Search“ ermöglicht. Auf diese Weise sind auch direkt im CRM die SharePoint-Inhalte durchsuchbar, ohne dass ein Plattformwechsel erforderlich ist.


Sicht in die SharePoint-Dokumentenbibliothek im Dynamics CRM-Datensatz

Built-In Connection Points bietet eine Schnittstelle, die sich leicht über den Service “CRM 2011 List Component for SharePoint 2010″ aktivieren lässt. Anschließend entscheidet der Administrator, welche CRM-Entitäten für SharePoint freigegeben werden sollen. Die ausgewählten Entitäten werden ab sofort im SharePoint als neue Bibliotheken angelegt. Vor der Durchführung sollte man jedoch eine Matching-Analyse durchführen, um Rollen-Inkonsistenzen zu verhindern.

Business Connectivity Service (BCS) hat dank Nutzung des SQL Servers in puncto Performance deutlich die Nase vorne. Die Integration erfolgt hier über den Import von Listen aus dem CRM. Anschließend kann über SharePoint u. a. der zuständige Kundenbetreuer angelegt oder neu zugeordnet werden. Ebenfalls ist die Nachbearbeitung von Formularen über InfoPath 2010 möglich. Die Integration wird über den Secure Store Service via Differenzierung zwischen den credentials “Individual” und “Group” abgesichert. Die Datenübergabe erfolgt über das Erstellen einer “External List” im SharePoint und der Auswahl der gewünschten CRM Content-Types. In diesem Fall ist der SharePoint Designer 2010 ein ausgezeichnet und einfach einsetzbares Werkzeug.

Silverlight bietet eine dynamische User Experience und kann mit Sandboxed Solutions betrieben werden. So können über einen Silverlight-Webpart im SharePoint die zu integrierenden columns aggregiert und deren Werte direkt sichtenspezifisch visualisiert werden. Mithilfe von C# Programmierung können Reporting-Visualisierungen und auch Out-of-browser-Anwendungen erstellt werden, die CRM-Daten außerhalb des CRM abrufbar machen.

Simego Data Synchronization Studio ist eine kraftvolle und zugleich kostengünstige Alternativlösung bei der uni- oder bidirektionalen Integration von Datenquellen wie Dynamics CRM oder SharePoint. Grundsätzlich können SQL-Server Datenbanken, CSV-Files, SharePoint-Listen oder CRM-Listen sowohl als Quelle als auch als Senke definiert werden. Anschließend wird ein Auto-Job hinterlegt, der den Abgleich nach beliebig einstellbarem Takt vollzieht. Näheres dazu hier.

Autor: Karsten Ulferts