Archiv für Oktober 2012

SCCM 2012: Problem mit Workgroup Clients “Software installieren, nicht nur anzeigen!”

Dienstag, 30. Oktober 2012

Eine Konstellation, die keine Seltenheit ist: Ein Unternehmen betreibt eine Configuration Manager 2012 Infrastruktur, ein Active Directory (AD) ist vorhanden, die Clients im AD werden im Configuration Manager 2012 discovert und das Software-Deployment läuft problemlos. So weit so gut!

Jetzt rief mich ein Kunde an, er wolle seine DMZ-Server und die BYO-Devices mit Software und Updates versorgen. KLAR geht das! Schließlich ging das schon beim Configuration Manager 2007. Da der Kunde seine DMZ mit einem VPN angebunden hat und die “privaten” Geräte sich ebenfalls einwählen, kommunizieren alle Devices via HTTP. Das macht die Sache noch einfacher, denn es müssen keine Zertifikate auf die Clients ausgerollt werden.


Zunächst haben wir mit einigen Testclients begonnen: Das heißt, Windows 7 DVD rein und schnell durchinstalliert. Nun sahen die Geräte genauso aus, wie frisch aus dem Mediamarkt. Das Clientpaket von der Primary-Site kopiert und mit den folgenden Parametern installiert:
ccmsetup.exe /UsePKICert /NoCRLCheck SMSMP=<FQDNManagementPoint> SMSSITECODE=<SC> DNSSUFFIX=<DNS Suffix des MP>


Die Installation lief problemlos durch: Der Client war in der ConfigMgr Konsole zu sehen und wir konnten ihn “approven” (genehmigen). Der Client zog seine Policies, bekam seine Deployments und wir konnten im Software Center alle ihm zugeordneten Applikationen sehen.

OK, bis zu dem Punkt war es eher langweilig und ich habe mich auf das schöne Hotel am Abend gefreut. Doch zu früh gefreut! Denn der Client sollte ja auch Software installieren, nicht nur anzeigen. Also Paket auswählen und auf installieren klicken. Aber dann ging der Spaß los: Der Status änderte sich innerhalb von 2 Sekunden von “preparing to download” auf “download informations”. Das war es!

Nach einem Blick in die CAS.log auf dem Client wurde es klar:

Download failed for content CAS00011.3 under context S-1-5-21-2017587051-43660428-2861422066-1000, error 0x80070005    ContentAccess    22.10.2012 19:33:43    3812 (0x0EE4)

Download failed for content CAS00011.3 under context System, error 0x80070005 ContentAccess 22.10.2012 19:33:44    4048 (0x0FD0)

Wir hatten wohl den Network-Access-Account vergessen. Das passiert selbst den Besten. Doch der Kunde meinte, er habe diesen bereits bei der Installation der Infrastruktur angelegt und eingetragen. Nach einem kurzen Check unter “Administration à Sites à <DP Site> à Configure Site Components à Software Distribution à Network Access Account (NAA)” konnte der Fehler ausgeschlossen werden, denn der NAA war mit richtigem Passwort vorhanden.

Der Consulting-Tag neigte sich gegen 23 Uhr dem Ende: Also noch schnell die Clientlogs kopiert und ab ins Hotel. In aller Ruhe nochmal die CAS.log, ContentTransferManager.log und DataTransferService.log checken und morgen die Lösung präsentieren. Guter Plan! J

Nach einigem Suchen und Technet lesen musste es definitiv am ConfigMgr liegen, denn der IIS auf dem DP scheint Probleme zu machen. Auch das war nah dran, aber leider daneben: Das Problem liegt am Client und ist Microsoft, bis auf zwei zum Thema verfassten Beiträgen im Technet, unbekannt: Mr. Jason Sandys
ist auf dieses Problem in einem Beitrag eingegangen. Den passenden Hotfix gibt es hier.

Das Problem ist, dass der Client versucht mit seinem Systemkonto und seinem angemeldeten Benutzer den Content vom DP zu laden. Beides schlägt fehl. Nach dem Hotfix nutzt der Client dafür nun auch den Network Access Account.

Quelle: Technet-Beitrag, Hotfix, Microsoft SCCM 2012
Autor: Jens Decker

Ressourcenverwaltung und Recruiting leicht gemacht

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Die Verwaltung der eigenen und eventuell auch externen Mitarbeiter ist das täglich Brot jedes Ressourcen Managers oder Recruiters im IT-Bereich.

Ziel ist es, die eigenen Mitarbeiter möglichst voll auszulasten und im Bedarfsfall den richtigen Externen an der Hand zu haben, falls entsprechendes KnowHow zeitlich oder qualitativ nicht vorhanden ist.

XISA als Cloud-basiertes Onlineportal unterstützt Sie genau bei diesem Problem und kann sogar noch einiges mehr …

Stellen Sie sich das alltägliche Szenario vor, dass der Vertrieb eine dringende Anfrage eines Kunden mit in die Firma bringt. Das Ressourcenmanagement bekommt an dieser Stelle schwitzige Hände, denn es gilt möglichst zeitnah Unterstützung zuzusichern, schließlich hängt die Zufriedenheit des Kunden, neben der Qualität der Arbeit, natürlich auch von den Reaktionszeiten ab. Nun könnte man virtuelle Stapel von Skill-Excellisten der Mitarbeiter durchwühlen, oder man nutzt einfach XISA, was den ganzen Prozess deutlich beschleunigt.

XISA ermöglicht die optimale Pflege von Skillprofilen aller Mitarbeiter, mit bewertbarem Technologiewissen, Ausbildungs- und Berufsdaten und natürlich einer Projekthistorie aller bisher durchgeführten Aufträge. Dabei können der Ressourcenmanager des Unternehmens oder die Mitarbeiter selbst ihre Kenntnisse pflegen. Über eine einfache Suchmaske sind diese so anhand ihrer Skills für die potentielle Verkaufschance optimal aufzufinden. Ist die fachliche Eignung sichergestellt, steht man vor der zweiten Frage, wie es nun um die Verfügbarkeit bestellt ist. Auch hier bietet XISA Abhilfe, indem der Verfügbarkeitsstatus gepflegt werden kann und damit eine künftige Planung ermöglicht.

Sollten weder von den internen, noch von den externen Mitarbeitern die entsprechenden Kapazitäten vorhanden sein, oder aber das notwendige KnowHow fehlen, dann kann man in einem dritten Schritt den Personalbedarf in XISA veröffentlichen und auf diese Weise interessierte Kandidaten rekrutieren. Auch hier wird einem die Arbeit über eine einfache Eingabemaske erleichtert. Social Media Sharing der eigenen Stellenausschreibungen z.B. im XING, Twitter oder Facebook garantiert eine interessante Möglichkeit die eigene Reichweite zu erweitern. Ist am Ende ein passender Kandidat gefunden, bietet der Profilexport die Möglichkeit ein ansprechendes Qualifikationsprofil im eigenen Layout zu erstellen, was direkt dem Angebot an den Kunden beigelegt werden kann.

 


 

XISA bietet damit den Unternehmen ein Werkzeug an die Hand, was gerade auch für Personaldienstleister interessant sein sollte. Da wir die Vermittlung von IT-Freelancern ebenfalls im ProTechnology- Portfolio vorweisen können, kann berichtet werden, dass XISA auch im Praxistest den harten Anforderungen des Recruitingalltags gerecht wird und damit unsere Anlaufstelle Nummer eins ist. Unsere Projektangebote werden über einen Stream automatisch abgeholt und veröffentlicht, der Freelancer kann sich mit einem Klick bewerben, das Profil hängt dabei automatisch an. Zusätzlich haben wir die Möglichkeit, die große Anzahl an Freiberuflern einfach zu verwalten. Einstiegsbarrieren sind kaum existent, mit dem Multi-Vendor-Login kann sich der Experte mit einem bereits bestehenden Online-Account, wie z.B. Facebook, LinkedIn oder Twitter, anmelden. Auch die Profilpflege wird vereinfacht, indem über eine Schnittstelle bereits vorhandene Profile importiert werden können.

Es kann von uns abschließend festgehalten werden, dass XISA den Alltag rund um das Ressourcing deutlich erleichtert und dies überraschender Weise völlig kostenlos. Interessant sind auch die geplanten Features, wie das Matchingtool oder die Integration einer Projektmanagementlösung, die im kommenden Jahr eingebaut wird. Sollte die Umsetzung in dem Maße gelingen, wie wir es hoffen, dann ist XISA in der Lage den gesamten Projektmarkt zu revolutionieren.

Quelle: http://www.xisa.eu, http://de.slideshare.net/ProTechnology/ressourcenverwaltung-und-recruiting-leicht-gemacht-mit-xisa

Autor: André Balfanz

Datenbanken weltweit hochverfügbar betreiben ohne eigene Infrastruktur

Dienstag, 09. Oktober 2012

Ein Projekt, eine wichtige Datenbank, zahlreiche Nutzer, aber keine Infrastruktur (kein Server) – welcher Weg führt zum Ziel, die Datenbank mit Mehrfachzugriff, Auto-Upload von Änderungen und ohne Anschaffung und Betrieb eines eigenen Servers zu realisieren?

Das empfohlene Werkzeug: Office 365

Im Normalfall verfügt ein Information Worker über sein Office-Paket über eine Lizenz für Microsoft Access und entsprechende Anwenderwissen (ersteres kann ebenfalls über Office 365 gemietet werden). Grundsätzlich lautet das Etappenziel, die Datenbank in eine Access Web-Datenbank zu überführen. Das eigentliche Ziel besteht in der Herstellung von Web-Kompatibilität(!), um das abgebildete Lösungsszenario zu realisieren.

Der Ablauf der Migration

Besonders an diesem Datenbank-Typus (Web-DB) ist, dass keine Entwurfsansicht und keine herkömmlichen Beziehungen zwischen den Tabellen existieren. Die Relationen zwischen den Tabellen werden hier über sogenannte Lookup-Spalten hergestellt. Handelt es sich bei der Datenbank um einen Standard unabhängig von der Microsoft-Welt (MySQL, OleDB, ODBC, etc.), so stellt dies kein Problem dar. Mit dem Tool Data Synchronization Studio von SIMEGO können sämtliche Standarddatenquellen in eine Access-Datenbank migriert werden. Mehr dazu ist hier nachzulesen. Sind die Tabellen zunächst einmal in Access vorliegend, gilt folgender Ablauf:

Der Ablauf, der im folgenden gelistet wird, kann auf neun (für einen DB-Admin einfache) Teil-Aufgaben heruntergebrochen werden:

  1. Import der Tabellen in Access Web-Datenbank (ohne Beziehungen!)
  2. Einfügen der Lookup-Spalten zur Tabellenverknüpfung und Löschen des alten Fremdschlüssels
  3. Kopieren der Spaltenwerte vom alten Fremdschlüssel zur neuen Lookup-Spalte mittels SQL-Befehl
  4. Löschen des alten Fremdschlüssels
  5. Indexieren der neuen Lookup-Spalte in Access
  6. Herstellen der referenziellen Integrität in Access
  7. Durchführen der Web-Kompatibilitätsüberprüfung in Access
  8. Veröffentlichen der Datenbank mittels Access Services auf eine SharePoint-Webseite
  9. Überprüfen der neuen Tabellenverknüpfungen durch Test-Import der SharePoint-Listen in eine normale Access-Datenbank

Dieser Vorgang dauert ungefähr zwei bis drei Minuten pro zu verknüpfende Tabelle. Anschließend folgt die Inbetriebnahme der Web-DB.

Inbetriebnahme der Web-Datenbank

Nach der Veröffentlichung der DB in Office 365 kann jeder Projektteilnehmer die DB in seinem Access-Client verknüpfen und mit demselben Look & Feel an der DB arbeiten wie er es gewohnt ist. Sobald eine Online-Verbindung besteht, werden Änderungen automatisch hochgeladen und synchronisiert. Es kann jedoch auch Offline mit und an der Datenbank gearbeitet werden. Die Tabellen, Ansichten, Formulare und Berichte werden zentral und konsistent vorgehalten und können im Access wie gewohnt komsumiert und bearbeitet werden.


Fazit

Die Mehrwerte liegen klar in der Kostenersparnis durch das Mieten eines virtuellen Datenbankservers für die Dauer des Projektes. Für den Nutzer ist nicht zu spüren, ob sich die DB, an der er arbeitet, auf einem Server innerhalb des Unternehmens oder “in der Cloud” befindet. Die erforderlichen Benutzerrechte können mit dem SharePoint Rollenmodell (Besucher, Teilnehmer, Besitzer) abgedeckt werden. Vor der Entscheidung für die beschriebene Vorgehensweise sollte allerdings der Migrationsaufwand der Datenbank mit den ab Projektstart und danach definitiv eintretenden Mehrwerten abgewogen werden.


Autor: Karsten Ulferts

Office 2013 steht vor der Tür

Donnerstag, 04. Oktober 2012

Das neue, moderne Büropaket von Microsoft ist mit der integrierten Online Service-Verbindung einfacher und bequemer zu nutzen als je zuvor: Es bietet Ihnen mehr Flexibilität und unterstützt Sie, auch von zu Hause aus produktiver zu arbeiten und mehr Zeit für das Wesentliche zu haben. Ab Frühjahr 2013 sind Ihre Office-Anwendungen, Dokumente und Ihre persönlichen Einstellungen Ihr steter Begleiter. Sie können Ihre Dokumente jederzeit mit Ihren Kollegen teilen und gemeinsam bearbeiten. Das neue Microsoft Office arbeitet dann auf den verschiedensten Geräten und Plattformen: Smartphones, Tablets, Desktops, PCs, Macs, SkyDrive uvm. …

Offline – Online

Stellen Sie sich vor, Sie sind im Home Office und Ihr Büro-Notebook stürtzt ab: Kein Problem für das neue, moderne Office von Microsoft, denn die 2013er Version wird das erste Office sein, das als Service und nicht primär als klassische Desktop-Software konzipiert ist. Beispielsweise haben Sie mit Ihrem Notebook so eben ein Word-Dokument erstellt, aber Ihr Notebook ist nicht mehr funktionstüchtig: Bearbeiten Sie doch Ihr Word-Dokument einfach auf Ihrem Windows Phone oder privaten Notebook: Egal, ob Windows 7 – oder Windows 8, egal ob Touch oder Tastatur- Ihr Office ist mit einer Internetverbindung Vollzeit und überall funktionsfähig. Warum? Mit Skydrive besitzt Microsoft einen eigenen Online-Service, der vor allem Nutzern von Windows-Smartphones den leichteren Austausch von Inhalten mit dem eigenen oder dem Büro-PC ermöglicht.

Mit Office 2013 wird SkyDrive nun ein noch zentralerer Bestandteil der Microsoft-Welt, auch da SkyDrive als Nachfolger von SharePoint Workspace als Offline-Client antritt: zwar werden die einzelnen Dokumente auch offline vorgehalten, doch Word, Excel & Co speichern zuerst in der Cloud. Unterwegs können Sie mittels Ihres Accounts ein Office aus dem Netz “streamen”. Damit auf allen Geräten die gleichen Inhalte zur Verfügung stehen, werden diese natürlich automatisch synchronisiert. Nach dem Einloggen in die Cloud-Version von Office sind außerdem die persönlichen Einstellungen, die kürzlich benutzten Dateien und das eigene Wörterbuch auf allen Geräten verfügbar. Die Anwendung erinnert sich sogar, an welcher Stelle im Dokument zuletzt Änderungen vorgenommen wurden.

Office 2013 goes Social Media

Auch wenn Sie Ihre Dokumente mit Freunden, Kollegen etc. teilen möchten: Microsoft wendet sich verstärkt dem Thema Social Media zu. Hierbei geht es weniger um Corporate Facebook als um effiziente Zusammenarbeit und den interaktiven Austausch relevanter Informationen. Die neue Ausstattung soll es vor allem Nutzern ermöglichen, soziale Netzwerke wie Facebook, Xing oder LinkedIn einzubinden, genauso wie die Microsoft-Kommunikationsdienste Skype oder Lync integriert sind. Vor allem mit SharePoint 2013 rückt Social-Collaboration, mehr denn je in den Vordergrund: ähnlich wie z.B. in Facebook kann man Antworten auf mit ‘I like’ markieren und (etwas erstaunlich auf den ersten Blick, aber durchaus sinnvoll) diese Markierung wieder entfernen und mit Unlike bewerten. Der Community-Aspekt umfasst nicht nur das Verfassen von neuen Beiträgen in Diskussionsforen, sondern auch das Verfolgen von Kollegenmeinungen, Beiträgen und Dokumentenänderungen, somit erwirbt man für seinen eigenen produzierten Content bessere Reputation.

Die Vorfreude steigt und erste Einblicke in die neue Office-Welt gibt es hier:

Quelle: http://www.microsoft.com/germany/office/preview

Autor: Melanie Wolf