Archiv für Januar 2014

Es wird Zeit Ihr Rechenzentrum mittels Windows Azure und Power Shell zu erweitern!

Dienstag, 28. Januar 2014

blog_windows azure_rechenzentren_27012014In jüngster Zeit stoßen immer mehr Unternehmen und Provider an die Kapazitätsgrenzen Ihrer Rechenzentren. Die Lösung hierfür ist ein Service, der Ihnen die Ressourcen bedarfsgerecht zur Verfügung stellt. Ich habe schon ein paar Artikel über Windows Azure geschrieben, doch die Kombination aus der Microsoft Cloud und der Windows Power Shell spart Ihnen nicht nur Geld sondern auch jede Menge Nerven. In diesem Beitrag habe ich Ihnen gezeigt, wie Sie Azure einfach als zweites Rechenzentrum (RZ) nutzen und mit einem sicheren VPN Tunnel anbinden können.

Also, Powershell ISE auf und Feuerwerk!

Als Erstes importieren wir das Azure Powershell Modul und das Settingsfile, welches Sie bei Windows Azure passend zu Ihrem Abo herunterladen können und wählen die Subscription sowie den Storage Account aus, in dem der Server landen soll:

1_Import Azure Powershell Modul

Nun noch ein paar Details für den neuen Server definieren:

2_Auswahl des Basisimages

Auch der Cloud Service muss definiert werden.

3_Servicedetails

Was fehlt noch?

Die Domain, in die es gehen soll! Richtig, wenn Sie intern oder auch in Windows Azure ein Active Directory betreiben, können Sie den neuen Server direkt und automatisiert in Ihr AD aufnehmen.

4_domaindetails

Bauen wir uns das Ganze mal zusammen und erstellen endlich unsere virtuelle Maschine (VM).

5_zusammenfuehren der Konfiguration

Was passiert?

In die Variable $VM schreiben wir unsere komplette VM Konfig inklusive dem DomainJoin Provisioning. Mit dem Befehl „New-AzureVM“ erstellen wir die VM, den CloudService und joinen unsere VM in das Active Directory.

Über Anregungen und Fragen zu diesem Beitrag oder dem komplexen Thema Windows Azure freuen wir uns sehr.

Autor: Jens Decker

Freiberufler aufgepasst! Das Reisekostenrecht wurde reformiert!

Donnerstag, 23. Januar 2014

Fast moving carsAm 20. Februar 2013 wurde das Gesetz zur Änderung und Vereinfachung der Unternehmensbesteuerung und des steuerlichen Reisekostenrechts verabschiedet. Seit Januar 2014 tritt dies nun auch in Kraft und führt zu umfangreichen Änderungen.

Wie bereits der Titel des Gesetzes suggeriert, sollen damit also Reisekostenabrechnungen vereinfacht werden und den Verwaltungsaufwand beim Unternehmer und in der Finanzverwaltung reduzieren. Wer sich schon mehr oder weniger freiwillig mit dem Deutschen Steuerrecht auseinandergesetzt hat, wird bei solch’ Schlagworten wie „Vereinfachung“ verdutzt die Augenbraue hochziehen. Ob der Gesetzesentscheid tatsächlich das hält was er verspricht, möchte ich versuchen in diesem Blog zu klären. Fest steht, dass es zu weitreichenden Änderungen kommt. Dabei auf alles einzugehen würde den Rahmen leider sprengen; die wichtigsten Neuheiten seien hier schon einmal aufgezählt.

Im Wesentlichen gibt es Neuregelungen bei:

  1. Verpflegungsmehraufwand
  2. der Berechnung der Übernachtungskosten
  3. der Absetzbarkeit doppelter Haushaltsführung

Solcherlei Aufwendungen werden einkommensteuerrechtlich als Betriebsausgaben bezeichnet, sind damit abzugsfähig und mindern in festgelegtem Umfang den Gewinn.

Verpflegungsmehraufwand

Grundsätzlich sind die Verpflegungskosten eines Unternehmers nicht abzugsfähig. Da es aber auf geschäftlichen Reisen häufig nicht möglich ist, Verpflegung zu ähnlich günstigen Preisen wie zu Hause zu beschaffen, lässt das Einkommensteuergesetz Ausnahmen vom Abzugsverbot zu. Hier spricht man dann vom “Verpflegungsmehraufwand”. Dieser Verpflegungsmehraufwand wird pauschal gewährt, es sind demnach keine Einzelnachweise der Aufwendungen notwendig.

Was ändert sich?

Die dreistufige Staffelung (6/12/24 Euro) der Verpflegungspauschalen wird durch eine zweistufige Staffelung ersetzt, außerdem wird die Abrechnung am An- und Abreisetag vereinfacht. Dabei ist die Abwesenheit der entscheidende Faktor:

  • zwischen acht und 24 Stunden = 12 Euro
  • bei 24 Stunden = 24 Euro

Gesondert von diesen Pauschalen kann bei einer mehrtägigen Geschäftsreise für den An- und Abreisetag jeweils eine Pauschale von 12 Euro angesetzt werden – unabhängig vom Zeitpunkt der An- und Abreise.

Achtung: Bei längerfristiger Abwesenheit am gleichen Einsatzort, beschränkt sich die Abzugsfähigkeit der Pauschbeträge für Verpflegungsmehraufwand auf insgesamt drei Monate. Erst eine zeitliche Unterbrechung von mindestens vier Wochen führt zu einem Neubeginn der Dreimonatsfrist.

Übernachtungskosten

Mit der Reform des Reisekostenrechts wird erstmals die Abziehbarkeit beruflich veranlasster Unterkunftskosten gesetzlich geregelt. Bei den Übernachtungskosten gibt es im Gegensatz zu den Verpflegungsmehraufwänden keine Pauschalen. Nur die tatsächlich angefallenen und nachweisbaren Übernachtungskosten können als Betriebsausgaben behandelt werden. Die Größe der Wohnung oder die Hotelkategorie spielen dabei keine Rolle, sind die Kosten beruflich veranlasst, dann können diese auch angesetzt werden.

Was ändert sich?

Übernachtungskosten an ein und derselben auswärtigen Tätigkeitsstätte sind nun nur noch bis zu 48 Monate lang uneingeschränkt in Höhe der tatsächlich angefallenen Kosten abziehbar. Nach diesem Zeitraum wird von einer doppelten Haushaltführung ausgegangen. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um Hotelkosten oder Mietkosten handelt. Während dieses Zeitraums braucht die Tätigkeitsstätte aber nicht täglich aufgesucht werden. Es genügt, wenn an der Tätigkeitsstätte über einen Zeitraum von 48 Monaten hinaus regelmäßig infolge der beruflichen Tätigkeit einmal oder mehrmals wöchentlich übernachtet wird.

Doppelte Haushaltsführung

Wie bereits bei den Übernachtungskosten angeschnitten, gelten, nach vier Jahren an einer Tätigkeitsstätte, die Vorschriften zur doppelten Haushaltsführung. Gesetzlich sind die Regelungen zur doppelten Haushaltsführung eher auf Arbeitnehmer zugeschnitten, aber auch Freiberufler oder Gewerbetreibende bekommen diese vom Finanzamt anerkannt.

Was ändert sich?

Damit eine doppelte Haushaltsführung anerkannt wird, muss natürlich auch hier eine berufliche Veranlassung vorliegen. Ab 01.01.2014 ist eine Zweitwohnung nur dann beruflich erforderlich, wenn diese näher zur ersten Tätigkeitsstätte als zum Hauptwohnsitz liegt.

Ein Beispiel: Hauptwohnsitz ist Stuttgart, Tätigkeitsstätte München, die Gesamtstrecke beträgt 240 km. Wenn die Zweitwohnung nicht weiter als 120 km (Hälfte von 240 km) von München entfernt gelegen ist, dann wird sie anerkannt.

Beispiel Reisekosten

Beispiel Reisekosten (Quelle: http://www.roedl.de/de-DE/de/themen/Documents/Das-neue-Reisekostenrecht-2014-Roedl-Partner.pdf)

Ebenfalls neu ist die Obergrenze von maximal 1.000 Euro, die pro Monat geltend gemacht werden dürfen. Der genannte Betrag ist aber kein Pauschbetrag, auch hier gilt, nur die tatsächlich angefallenen und nachweisbaren Kosten werden anerkannt. Der Nachweis der regional geltenden Vergleichsmieten entfällt mit der Reisekostenreform ersatzlos.

Am Ende kann positiv festgehalten werden, dass die Rechtsprechung im Zusammenhang mit den Reisekosten gut entschlackt worden ist. Steuerberater werden aber sicherlich trotzdem nicht arbeitslos werden, da die Reisekostenabrechnung nun lediglich vom Status „ultra umständlich“ zu „umständlich“ gewechselt ist.

Autor: André Balfanz

Quellen: Finanztip, haufe.de, roedl.de, Lexware.de

CRM Dynamics 2013: Was ist neu?

Dienstag, 14. Januar 2014

Race trackDie Relevanz eines leistungsstarken CRM-Systems ist unbestritten. Seit Jahren bietet Microsoft mit Dynamics CRM ein effektives Tool zum professionellen Kundenbeziehungsmanagement in den Bereichen Marketing, Sales und Service an.  Ende Oktober letzten Jahres veröffentlichte Microsoft die neue Version “Dynamics 2013″ und eröffnet die Tür zum neuen Zeitalter des Kunden. Der neue Release setzt auf Mobility, Socialbility und Usability.

Mobility

Dynamics CRM 2013 steht für Mobilität. Mobile Apps ermöglichen ab sofort effizientes Kundenbeziehungsmanagement von unterwegs. Vertriebsmitarbeiter können ihre Kontaktpflege nun direkt von ihrem mobilen Endgerät vor Ort durchführen. Dadurch liegen dem Vertriebsmitarbeiter jederzeit die aktuellsten Daten vor; ein unabdingbares Feature in der heutigen Zeit. Mit jeder Lizenz stehen kostenlose Apps für Android, Windows Phone & Tablets sowie iOS in den jeweiligen Marketplaces bzw. App-Stores bereit.

Mobile App Dynamics CRM 2013

Mobile Ansicht Dynamics CRM 2013

Im Folgenden die Links zum Download der Apps: Windows Phone, iPhone, Android.

Socialbility

Das Internet stellt heute die erste Anlaufstelle dar, um sich über Produkte zu informieren. Empfehlungen und Meinungsaustausch über soziale Netze wie facebook, twitter und Co beziehen einen immer höheren Stellenwert für die Kaufentscheidung. Das Problem ist nur, dass die User unter sich kommunizieren und Unternehmen nur schwer Einfluss darauf nehmen können. Jeder User besitzt unterschiedliche Einflusskraft auf andere User. Unternehmen sind dazu angehalten auf diese Kommunikationsstrukturen zu reagieren und genannte Herausforderungen im Social Web zu meistern. Jedoch ist es nahezu unmöglich die Vielzahl der Konversationen manuell zu verfolgen und auszuwerten. Deshalb bedarf es an geeigneter Analyse-Software, welche auf die Gegebenheiten im Social-Media-Bereich spezialisiert ist. Mit dem Kauf des Social-Media-Analytikspezialisten “netbreeze” ist Microsoft einen großen Schritt in Richtung “Socialbility” eingegangen.

Netbreeze Microsoft Dynamics CRM 2013

Kooperation Netbreeze & Microsoft für Dynamics CRM 2013

In Form der überarbeiteten Marketingkomponente “MarketingPilot” sind Unternehmen in der Lage Social Media und CRM zu verbinden. Die Voraussetzungen für ein professionelles SOCIAL CRM sind geschaffen. In naher Zukunft stehen Funktionen, wie portalübergreifende Beobachtungen und Auswertungen von Userkonversationen zur Verfügung. Mit Hilfe von Sentimentanalysen lassen sich Konversationen auf positive oder negative Stimmung analysieren. Besonders einflussreiche Personen, so genannte “Influencer”, lassen sich anhand eines Scoring-Mechanismus identifizieren und im Anschluss gezielt adressieren. Darüber hinaus ermöglicht der Marketing-Pilot den direkten Austausch mit dem Kunden über verschiedene Social-Media-Plattformen hinaus. Unabhängig vom Marketing-Pilot können die sozialen Dienste Yammer, Lync und Skype integriert werden und ermöglichen die direkte Kommunikation mit dem Kunden.

Usability

Sobald Dynamics CRM 2013 aufgerufen wird, fällt sofort die überarbeitete Oberfläche auf. Das neue User-Interface erinnert an eine intuitive Web 2.0 Gestaltung. Die Navigation wirkt schlank und prozessorientiert. User früherer Versionen gewöhnen sich relativ schnell an die neue Führung und profitieren dadurch in kürzester Zeit vom überarbeiteten Ansatz. Bisher wurde vertikal über den linken Bildschirmrand anhand einer Baumstruktur navigiert. Ab sofort findet sich der User mit Hilfe der horizontalen Navigationsleiste zurecht (vgl. Bild). Diese lässt sich jederzeit ein und ausblenden, sodass der Platz effektiv genutzt werden kann.

New Design Dynamics CRM 2013

New Design Dynamics CRM 2013

Miteinhergehend verabschiedet sich Microsoft von der lästigen Navigation über mehrere Pop-Up-Fenster. Insgesamt erscheint die neue Oberfläche aufgeräumter und flacher, obwohl es Microsoft geschafft hat mehr Inhalte in den einzelnen Sichten zu verstauen. Anstelle des Ribbon, findet der User nun klare Kommandoleisten. Studien zufolge kann ein Mensch zwischen 5 und 10 Fakten zugleich wahrnehmen. Microsoft trifft die goldene Mitte und bildet zeitgleich maximal 7 Kommandos in der Leiste ab. Dadurch sieht man von unübersichtlichen Informationsüberflutungen ab und schafft beste Voraussetzungen für effizientes Arbeiten. Sollten benötigte Kommandos nicht aufgelistet sein, so können diese mit einem Klick aufgerufen werden:

New Design Dynamics CRM 2013 2

New Design Dynamics CRM 2013

Eine weitere wesentliche Neuerungen stellt die systematische Prozessdarstellung dar. Anhand einer visuellen Darstellung einzelner Prozessschritte wirkt der Ablauf völlig transparent. In Form von Checklisten kann der User einzelne “To-Do’s” sehen, die zum Erreichen der nächsten Prozessstufe erforderlich sind. Checklisten bestehen aus verschiedenen Feldern, welche wiederum Felder eines Formulars referenzieren. Dadurch entfällt die lästige Suche von Pflichtfeldern. Ab sofort können diese ersichtlich an der benötigten Stelle referenziert werden. Wichtig ist anzumerken, dass die Prozessschritte an individuelle Gegebenheiten angepasst werden können. Neben der manuellen Anpassung eines Microsoft-Partners, stellt Microsoft im Zuge des Releases 18 kostenfreie branchenabhängige Prozesstemplates bereit. Darunter fallen z.B. Vorlagen für die Gesundheitsbranche, öffentliche Verwaltung sowie für den Non-Profit-Bereich.

Business Process Management in dynamics CRM 2013

Business Process Management in dynamics CRM 2013

Zusammenfassen lässt sich das neue Design in drei Worten: Schlank, systematisch, effizient.

Ausblick 2014

Im kommenden Jahr sind folgende Erweiterungen vorgesehen:

  • Vollständige Integration von MarketingPilot und Netbreeze
  • Verbesserungen im Service-Bereich (u. a. ein Countdown-Zähler bis ein Ticket abgearbeitet werden muss)
  • Weitere Features im mobilen Bereich
  • und vieles mehr

Autor: Korbinian Koblitz

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