Archiv für Dezember 2014

Das IT-Jahr 2014 neigt sich dem Ende und wir blicken zurück

Freitag, 19. Dezember 2014

Das Jahr neigt sich dem Ende und mit der Adventszeit kommt auch die Phase der Jahresrückblicke. Wie auch schon 2011, 2012 und 2013 schauen wir auch in diesem Jahr auf wichtige IT-Ereignisse zurück.

jahresrueckblick 2014

Industrie 4.0 – Zukunftsprojekt der Bundesregierung

Die Industrie steht vor einem massiven Umbruch: Die Innovationszyklen werden kürzer, die Flexibilisierung der produzierenden Akteure steigt ebenso wie die Individualisierung von Produkten. Maßgebliche Treiber der Entwicklung sind das Internet und Innovationen aus dem ITK-Bereich. Dieser Transformationsprozess des industriellen Sektors, der auch mit dem Begriff „Industrie  4.0“ umschrieben wird, forderte dieses und die kommenden Jahre eine stärkere Zusammenarbeit der ITK-Branche und der Fertigungsindustrie.

Microsoft kauft Nokias Mobilfunksparte

Mit Nokias Mobilfunksparte wechselte ein weiterer ehemals großer Handy-Hersteller im April den Eigentümer. Die Übername durch Microsoft für 5,84 Milliarden Euro war aufgrund von Nokias schwächelndem Absatz jedoch abzusehen. Microsoft erhält auf einen Schlag das gesammelte Mobilfunk-Know-how des traditionsreichen Unternehmens und kann mit der Strategie -Hard- und Software aus einer Hand-  in diesem und im kommenden Jahr Marktanteile wettmachen.

Der XP-Support endet

Mehr als jeder zehnte Windows-PC in Deutschland lief im Februar noch unter Windows XP, hat Statcounter gezählt. Im April war es dann trotzdem soweit: Microsoft stellte den Support für das konzeptionell überholte Betriebssystem nach 13 Jahren ein.

BND ist mit im NSA-Boot

Die offizielle Empörung der Bundesregierung über das Abhören des Kanzlerinnentelefons durch die NSA 2013 erscheint seit April in etwas anderem Licht: Bei einer Video-Anhörung im Europarat offenbarte der Ex-NSA-Mitarbeiter Snowden, dass die NSA eng mit deutschen Geheimdiensten zusammenarbeitetet und regelmäßig Daten austauschte. Auch große IT-Firmen gerieten in Verdacht mit der NSA zu kooperieren. IT-Firmen fürchten zu Recht um ihr Kundengeschäft, vor allem im Cloud-Sektor sowie der Cloud Monitor 2014 bestätigte, dass infolge der NSA-Affäre ein Wachstumsdämpfer eintrat. Microsoft klagt nun gegen ein Urteil aus den USA, welches besagt, dass Unternehmen Kundendaten offenlegen müssen, wenn sie für die amerikanische Regierung von Interesse sind. Apple, Cisco, Verizon und AT&T unterstützen  Microsoft auf diesem Weg. Die Firmen warnen, dass die Entscheidung des Richters negative Konsequenzen für ihr Geschäft haben könnte.

Microsoft erfüllt seit dem 01. Juli 2014 europäisches Datenschutzrecht

blog_office365_092013Alle 28 nationalen Datenschutzbehörden, die Unternehmen mit Niederlassungen innerhalb der Europäischen Union beaufsichtigen, haben gemeinsam einen Brief verfasst (Article 29 Letter), der bestätigt, dass Microsoft ordnungsgemäße Vertragsbestimmungen für seine Enterprise Cloud Services verwendet.  Kunden können die Microsoft Services in dem Wissen verwenden, dass der Datentransfer weltweit die Datenschutzbestimmungen der EU erfüllt. Diese gehören zu den strengsten der Welt. Microsoft ist der einzige große Cloud-Anbieter, der eine solche Anerkennung erhalten hat.

Big Data

Das Dauerthema BigData war auch in diesem Jahr weiterhin präsent. Die in den Unternehmen anfallenden Daten wachsen weiter exponentiell an. Die Anforderungen an die IT, mit dieser Entwicklung Schritt zu halten und die Datenberge beherrschbar und nach Möglichkeit produktiv für das Unternehmen nutzbar zu machen, steigen. Analysen sollen in Echtzeit erfolgen; das heißt umfangreiche Reports sollen auf Knopfdruck erstellt werden. Seit diesem Jahr können sich Unternehmen mit den Power BI Tools von Microsoft auf leichtem Wege geschäftsrelevante Kennzahlen und Erkenntnisse in Excel und Office 365 abrufen, auswerten und visualisieren lassen. Endanwender können mit nur wenigen Handgriffen aussagekräftige und anspruchsvolle Reports und Datenanalysen erstellen, ohne tiefgehendes Big Data Know-How besitzen zu müssen.

Hybrid-IT

Um komplexe IT-Anforderungen durch Anwendung neuer Technologien meistern zu können, setzen Unternehmen stärker denn je sogenannte Hybrid Cloud Lösungen (Mix aus privater und öffentlicher Cloud) ein. Laut dem Cloud Monitor der KMPG sind es 2014 40% der deutschen Unternehmen, die auf Cloud-Technologie setzen und 29% planen und diskutieren den Einsatz. Gerade in den einzelnen Fachbereichen werden Cloud Services und SaaS Applikationen zunehmend für Testumgebungen oder bei Spitzenlasten eingesetzt, andere Bereiche hingegen benötigen eine weiterhin vollkommen abgeschottete dedizierte Server-Infrastruktur. Dies stellt die IT vor zahlreiche Herausforderungen, denn sie muss weiterhin eine zentrale Steuerungsfunktion sowie den Gesamtüberblick über die verwendeten Ressourcen, Kosten und Daten behalten. Generell wird der Trend anhalten, immer mehr Rechnerleistung in die Cloud auszulagern und Anwendungen werden noch in viel stärkerem Maße als bisher über den Browser bedienbar sein.

Mobile Business

Die zunehmende Einbindung mobiler Endgeräte in die Unternehmensprozesse verändert die Arbeitsweise der Mitarbeiter gewaltig. Immer mehr Unternehmen statten aus Sicherheitsgründen ihre Mitarbeiter mit Tablets und Smartphones aus. Auf diese Weise wollen sie der Praxis, dass Mitarbeiter eigene Devices zum Arbeiten verwenden, Einhalt gebieten. Denn vielerorts haben die Mitarbeiter Bring Your Own Device längst eigenmächtig realisiert. Ihr Anspruch: Unabhängig vom verwendeten Mobilgerät möchten sie mit geeigneten Business-Apps effizient arbeiten. Sie erwarten, damit ähnlich schnell und einfach Reisen zu organisieren, mit externen Dienstleistern zu chatten oder unterwegs die Webseiten der Kunden zu lesen – so wie sie es von ihren privaten Apps gewohnt sind. Aber auch für Bring Your Own Device gibt es immer mehr Strategien, private Geräte in eine unternehmensinterne Infrastruktur sicher einzubinden.

Internet der Dinge

Elektronische Geräte im eigenen Zuhause werden immer intelligenter und arbeiten zusammen. Computer, Fernseher und mobile Geräte sind dabei über das Heimnetzwerk miteinander verbunden, mobil oder per Datenkabel. Mittlerweile werden Medien und Inhalte über viele Bildschirme konsumiert – ganz gleich, ob Fernseher, Tablet oder Smartphone. Immer häufiger sind diese Geräte vernetzt und ergänzen sich. Das Internet der Dinge vernetzt nicht nur die Welt, sondern rückt auch Player ins Blickfeld der online-affinen Öffentlichkeit, die bislang eher mit traditioneller High-Tech assoziiert wurden. Bosch etwa kündigte früh im Jahr an, seine Sensor-basierenden Anwendungen in einer neuen Sparte namens Connected Devices and Solutions zu konsolidieren.

Drohnen für global verfügbares Internet

Geradezu ein Megatrend 2014 waren Drohnen: Außer den unbemannten Fluggeräten für militärische und sonstige Aufklärungszwecke ging es um diverse ferngesteuerte oder selbststeuernde Lauf- beziehungsweise Flugburschen. In Ballons und Drohnen wollen Google und Facebook das Internet in bisher abgeschnittene Regionen der Welt fliegen lassen. Drohnen passen in die Strategie von Internet.org. So heißt die Initiative, zu der sich Facebook, Samsung und weitere Technologie-Konzerne schon im August 2013 zusammen geschlossen haben. Erklärtes Ziel der Allianz: Das Internet viel stärker in der Welt verbreiten.

Tendenz 2015

Die Informationstechnologie bleibt die Wachstumssäule des deutschen ITK-Markts. Im kommenden Jahr wird der Umsatz mit Software, IT-Dienstleistungen und IT-Hardware voraussichtlich um 2,4 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro zulegen. Das berichtet der Digitalverband BITKOM auf Grundlage aktueller Prognosen des European Information Technology Observatory (EITO).

Mit diesen positiven Aussichten wünschen wir unseren Blog-Lesern, Freunden, Partner und Kunden eine besinnliche Weihnachtszeit und ein erfolgreiches, innovatives Jahr 2014. Für alle die, die sich dem Thema “Arbeitsplatz der Zukunft” (Social Enterprise, Kommunikation, Wissensmanagement etc.) nähern wollen, gibt es noch ein Gewinnspiel. Wir verlosen einen Tagesworkshop “Ihr Arbeitsplatz der Zukunft”. Mehr Infos erhalten Sie hier.

Adventskalender - Weihnachtsaktion 2014

Nur einmal anmelden und überall verfügbar – Einrichten Ihres Single Sign-On für Yammer

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Blog Yammer SingleSignOnHeutzutage laufen sehr viele Unternehmensdienste über Websiten, wo ein Login notwendig ist. Um die Sicherheit zu erhöhen und die Verwaltung zu vereinfachen, wird Single Sign-On (SSO) eingesetzt. Frei ins Deutsche übersetzt, geht es hier also um eine „Einmalanmeldung“, die ermöglicht dass man sich mit Hilfe eines Accounts bei mehreren Diensten anmelden kann. Auch für Yammer gibt es die Möglichkeit SSO einzurichten.

Verwendung können dabei beliebige SSO-Systeme finden, so könnte z.B. SAML zum Einsatz kommen.
Wir bei der ProTechnology benutzen AD FS (Active Directory Federation Services), weshalb sich diese Anleitung auch auf diesen Dienst von Microsoft beziehen soll.

Die Einrichtung des Single Sign-Ons geht leider nicht ganz so schnell, wie die der Synchronisierung aus meinem vorhergehenden Blogbeitrag, da Sie auf Hilfe durch den Microsoft-Support angewiesen sind.

1. Serviceanfrage erstellen

Sollten Sie Office 365 haben, dann müssen Sie sich im Office-Admin-Portal einloggen und dann zu „Support“ und weiter auf „Serviceanfragen“ die Ansicht wechseln.

Nun können Sie auf der Microsoft-Support Webseite gehen und dort eine neue Supportanfrage erstellen.

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Unter dem Punkt „add details“, können Sie angeben, dass Sie SSO für Yammer konfigurieren möchten.

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Weitere Einstellung müssen nicht vorgenommen werden, nach dem Versenden der Serviceanfrage werden Sie vom Microsoftsupport aufgefordert eine Yammer SSO Checkliste auszufüllen. Um den Vorgang etwas abzukürzen, können Sie diese Checkliste auch bereits hier vorab herunterladen und der Serviceanfrage unter “attach file” beifügen.

2. AD FS Einrichtung

Nach erfolgreicher Serviceanfrage bekommen Sie vom Support eine Datei mit Metadaten, die für die Einrichtung des AD FS von Nöten sind. Im ersten Schritt müssen Sie auf dem AD FS – Server die Management Konsole öffnen und dort ein neues „Relying Party Trust“ hinzufügen.

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Die Daten über Relying Party können Sie aus der angesprochenen Metadaten-Datei vom Support importieren.

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Alle weiteren Einstellungen können unverändert gelassen werden und mit mehrfachem Klick auf „Next“ kann dieser Schritt abgeschlossen werden.

Als nächstes müssen die „Claim Rules“ editiert werden:

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Nachdem die „Claim Rules“ korrekt eingestellt worden, kann man mit dem Support einen Termin für einen Test vereinbaren. Der Test läuft dann so ab, dass der Support-Ingenieur SSO für das Unternehmen freischaltet und Sie versuchen sich mit ihrer Firmen-E-Mail-Adresse bei Yammer anzumelden. Optimaler Weise werden Sie dann auf das SSO-Portal weitergeleitet und damit wissen Sie, dass Ihre vorherigen Einstellungen richtig waren.

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Nach erfolgreicher SSO- und Synchronisations-Einrichtung werden die Daten selbständig aus dem Active Directory in das Yammer-Profil übernommen. Jegliche Änderungen im AD werden im Nachgang auch im Yammer aktualisiert.
Mit solchen einfachen Optimierungsschritten kann die Effizienz in Ihrem Unternehmen gesteigert werden, da sich Ihre Mitarbeiter nicht mehr um die Aktualisierung der Stammdaten kümmern müssen.

Ähnlicher Blogartikel: Yammer DirSync – Ihr Unternehmensnetzwerk mit Active Directory koppeln

Autor: Walter Nuss

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